13 effektive Tipps für Deinen nächsten Vortrag

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Vortrag an der Uni. Meine erste freie Rede. Das Herz raste und ich konnte vorher kaum vom Klo. Mein Körper war komplett auf Flucht gepolt. Dann stand ich vorne, ratterte runter, was ich gelernt habe und sah dem Ende entgegen. Nach meinem Vortrag kam sogar ein Mitstudent zu mir und fragte mich, was denn ein Testhase sei. Erst da bemerkte ich, dass der Teil, der um die Versuchskaninchen in meinem Vortrag ging, von Testhasen handelte. Ich hatte die ganze Zeit das falsche Wort benutzt und es nicht bemerkt. Dir muss es nicht so gehen, daher gibt es heute 13 Tricks für deine nächste Rede.

Eine freie Rede halten ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, wie man es am Besten macht. Natürlich braucht es auch Übung, aber niemand muss unvorbereitet in eine Rede rein gehen. Deshalb hier meine 13 Top Tipps für deine nächste Rede:

1. Baue Lampenfieber ab

Ich will ehrlich sein, vor jedem Vortrag habe auch ich Lampenfieber. Da ist auch gut so. Lampenfieber hält einen aufmerksam und frisch, wenn es nicht Überhand nimmt. Und genau darum geht es. Wenn du merkst, dass dein Lampenfieber zu heftig wird, dann baue es ab. Ich persönlich baue Lampenfieber ab, indem ich mir Witze erzähle oder den Leuten, die um mich herum stehen. Alternativ kann man auch ein wenig spazieren, sich lustige Katzenvideos angucken oder was einem sonst einfällt, um sich von der Situation abzulenken. Mach dir außerdem bewusst, dass dir keine Gefahr droht. Du bist gut vorbereitet, wenn du die anderen 12 Tipps genutzt hast und dein Publikum wird dich lieben. Mehr dazu unter 5 Schritte gegen Lampenfieber.

2. Bereite deinen Auftritt vor

Spontanreden musste ich auch schon halten. Im Studium sogar über das Sexualleben von Pflastersteinen. Frag nicht. Da helfen gewisse Techniken, um da trotzdem gut durchzukommen. Wenn dein Vortrag allerdings nicht spontan ist, bereite dich vor! Dafür solltest du dir über den Anlass deines Vortrages klar werden und alle Fragen klären, die damit zusammenhängen. Das gilt auch für den Inhalt. Worum geht es, welche Geschichten willst du nutzen, welche Zitate, etc.? Plane den Ablauf (bitte nicht jedes Wort planen!) und bereite dich auf Zwischenfälle vor.

3. Was willst du sagen?

Mach dir Gedanken, was du mit deinem Vortrag bewirken willst und was die Kernaussage sein soll. Formuliere diese dann in einem Satz. Anfängern empfehle ich sogar diesen einen Satz auf ihre „Hilfskärtchen“ zu schreiben, denn immer, wenn du den Faden verlierst, findest du leichter zurück, wenn du dir darüber bewusst bist, was du eigentlich sagen willst und welche Reaktion du vom Publikum erwartest.

4. Strukturiere dich

Egal ob eine spontane oder geplante Rede, alles folgt einer gewissen Struktur und es ist wichtig, dass das Publikum diese auch erkennt, damit es sich nicht in deiner Rede verliert. Ein Beispiel für eine solche Struktur wäre Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Nehmen wir nochmal meinen Vortrag über das Sexualleben der Pflastersteine. Referiere, wie es sich in der Vergangenheit damit gehalten hat. Gehe dann auf die gegenwärtige Situation über und gib zum Schluss einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung. Fertig.

5. Der richtige Einstieg

Mein Professor an der Uni hat uns damals alle ohne Vorwarnung eine Mini Rede halten lassen. Ich muss kaum sagen, wie oft mit MH, ÄH, ALSO. Wenn ich mich recht erinnere, hat er 18 schlechte Anfänge aufgeschrieben. Wir waren 19 Studenten in dem Kurs (und nein, ich war leider nicht die eine Person mit dem super Start). Diese Wörter sind also kein guter Start, aber wie sieht so einer aus? Wie wäre es mit einem humorvollen Einstieg? Durch einen Witz zum Beispiel oder durch eine lustige Geschichte. Auch eine ernste Geschichte zieht beim passenden Thema. Ein Zitat, kurz und knackig kann auch funktionieren und ist alles besser, als ÄH oder MH.

6. Nutze Storytelling

Damit sind wir auch schon beim nächsten Tipp. NUTZE Storytelling! Geschichten hören die Menschen gerne. Sie packen und bleiben im Gedächtnis. Damit ist nicht nur der Einstieg ein Erfolg, auch die ganze Rede wird dadurch griffiger, spannender und für das Publikum ein Genuss. 10 Geschichten gibt es in meinem kostenlosen Ebook für alle Newsletteranmeldungen im Juli. Diese kannst du übernehmen und anpassen.

7. Nutze Metaphern

Genau wie Geschichten funktionieren auch Metaphern sehr gut. Je bildlicher wir sprechen, umso einfacher und einprägsamer sind unsere Inhalte. Übertreibe es aber nicht. Mein Religionslehrer auf der Realschule hat wirklich alles in Metaphern gepackt. Ich erinnere mich noch, wie er einmal zu uns meinte, dass Schüler, die den Schulhof schmutzig machen, wie ein dreckiger Löffel in der Erbsensuppe sind. Aha.

8. Spiele mit deiner Stimme

Nichts ist schlimmer als monotone Redner. Politiker sind da so ein Beispiel. Die können zwar lauter werden, aber stimmlich tut sich da nichts. Ich finde es beinahe unerträglich Politikern zuzuhören. Wurde dir in deiner Kindheit vorgelesen? Überlege mal, was dich an der Geschichte gefesselt hat. Meine Kinder lieben es, wenn ich betone. Bei freien Reden solltest du es natürlich nicht so machen, als würdest du ein Märchen vorlesen. Passend ist es, wenn es klingt, als würdest du mit deinem besten Freund reden. Stell dir dein Publikum als deine Freunde vor. Du hältst keinen Vortrag, du redest mit ihnen.

9. Keine Angst vor Blickkontakt

Kinder haben keine Angst vor Blickkontakt, das kommt erst später. Für Erwachsene kann Blickkontakt sogar etwas Bedrohliches haben. Es hilft aber nichts, wenn du dein Publikum nicht anguckst, dann fühlt es sich auch nicht wirklich angesprochen. Es ist wie mit deiner Stimme. Du sprichst mit deinen freunden ja auch nicht und schaust dabei in eine ganz andere Richtung. Für ein natürliches Gesprächsgefühl, bei dem sich dein Publikum also abgeholt fühlt, musst du es anschauen. Wechsel deine Blickrichtung dabei. Mal vorne, mal hinten, mal Mitte, mal Seite.

10. Auch dein Körper spricht

Immer wenn ich meine Kunden daran erinnere muss ich an meine Töchter denken, wie sie mit verschränkten Armen und leicht schiefer Körperhaltung bockig vor mir stehen. Warum? Weil meine Kunden auch oft so ihre Gespräche führen. Ihre Worte sind offen, Ihre Stimme klar und einladend, doch ihr Körper blockt alles ab und sagt mehr als deutlich, dass sie eigentlich gar nicht da sein wollen in dem Moment.

11. Lächel

Nicht jedes Thema gibt einen fröhlichen Gesichtsausdruck her. Ernste Themen gehören ernst erzählt. Dennoch schadet ein Lächeln hin und wieder nicht. Wenn zum Beispiel Hoffnung beim Publikum aufkommt oder jemand einen lustigen Einwand macht. Es muss auch nicht das breiteste Lächeln sein.

12. Das beste Ende

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Du wirst es schon ahnen, das ist nicht das beste Ende. Besser ist eine Zusammenfassung, ein Bezug auf den Redeanfang, ein Wunsch für die Zukunft, eine letzte Anekdote oder eine Aufforderung. Und damit ist Schluss. Lass diese Worte in den Köpfen deines Publikums nachklingen!

13. ÜBE!

Das ist nichts neues, das weiß ich, doch ich kann es nicht oft genug sagen. Übe vor dem Spiegel, übe vor deiner Familie, vor Freunden, vor Kollegen und wenn das alles nicht hilft, dann übe mit mir. Ich gebe dir professionelles Feedback und helfe dir bei deinen Schwächen.

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