Nutze die SIEG Methode, um Dein öffentliches Sprechen zu verbessern

Immer, wenn ich meine Kunden in dem Bereich „Reden halten“ berate, fällt mir eine Sache auf, die einfach alle gemeinsam haben. Denn wenn es ans freie Sprechen vor anderen, meist vollkommen fremden Menschen geht, dann haben sie alle vor allem ein Problem:

Der physische Akt der Rede, also das Stehen vor dem Publikum. Dabei ist das doch der einfachste Teil.

Mit der SIEG Methode gehst Du sicher in jeden Vortrag.

Das S in SIEG steht für Sätze

Kenne Deinen ersten Satz und letzten Satz. Der Anfang einer Rede kostet Überwindung. Es ist genau das, was einem oft Magenschmerzen macht. Wenn Du aber Deinen Anfang kennst, ihn gut vorbereitet hast, dann ist eine Leichtigkeit einzusteigen. Das Ende im Kopf zu haben hat den Vorteil, dass selbst wenn man wirklich einen kompletten Blackout hat und in der Mitte festhängt, im absoluten Notfall kann man zur Zusammenfassung und zum Ende springen. Außerdem ist ein klares Ende für jede gute Geschichte. Es bleibt im Kopf, hallt in den Gedanken der Zuhörer noch nach. Kein „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“ und so ein Quatsch.

Das I in SIEG steht für Integrität

Ich höre oft, dass man an seinem Selbstbewusstsein arbeiten soll, wenn man gute Reden halten will. Ich kenne aber genug Menschen, die nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzen und trotzdem tolle Vorträge halten. Ich selber bin nicht unbedingt ein sehr selbstbewusster Mensch. Ohnehin ist Selbstbewusstsein eine ziemlich subjektive Sache. Der eine hält sich vielleicht für sehr selbstbewusst, ein anderer würde ihn vielleicht schon als großspurig. Zumal Selbstbewusstsein ja schon wieder so ein Wort ist, bei dem man sich denkt, wenn ich mich fragen muss, ob ich selbstbewusst bin, bin ich es wohl nicht. Daher rate ich meinen Kunden immer zu Integrität. Es ist ganz einfach. Wenn ich dich frage, ob du mir dein Produkt verkaufen würdest, sagst du ja. Warum solltest du auch nicht? Bei einer freien Rede ist es ähnlich. Jemand hat dich gefragt, ob Du sie hältst, warum also solltest Du es nicht tun. Lass den Mist mit:

„Ich bin nicht gut genug.“

„Ich bin nicht schlau genug.“

„Ich bin nicht selbstbewusst genug.“

Die Person glaubt, dass Deine Geschichte es wert ist, gehört zu werden, also erzähl sie.

Das E in steht für Ehrlichkeit

Damit meine ich nicht, dass Du ehrlich raushauen sollst, was Du gerade denkst. Also auch wenn Dir der Mann mit Glatze in der ersten Reihe überheblich vorkommt, solltest Du das nicht unbedingt erwähnen. Was ich damit meine ist:

Sei Du selbst!

Erlaube Dir, Dich nicht verstellen zu müssen, denn das bedeutet, dass Du Energie aufwenden musst, damit Du diese Maske aufrecht halten kannst. Energie, die Du besser in Deine Rede stecken kannst.

Das G in SIEG steht für Gedanken

Kennst Du das? Du bist mitten in Deiner Rede und plötzlich kommen Dir Gedanken wie:

„Hoffentlich haben sie nicht gemerkt, dass ich gerade gestottert habe.“

„Fällt ihnen wohl auf, dass ich zwei verschiedene Socken anhabe?“

„Die lachen bestimmt innerlich über meine Horrorfrisur heute.“

Vor allem Frauen neigen gerne zu diesen Gedankengängen. Sinn freie und vollkommen belanglose Gedanken, doch sie können Dich ziemlich aus dem Gleichgewicht bringen. Sie entstehen aus den Ängsten, die Dich quälen, auch bekannt als Lampenfieber. Nutze diese Gedanken. Lasse ihre Energie nicht verpuffen oder nicht verunsichern, sondern mache Dir bewusst, dass sie nur aus dem Adrenalin heraus entstehen und schicke sie in Deine Füße. Kein Scherz. Wenn so ein Gedanke kommt, dann denke Dir, wie du in in deinen Stand verschiebst, er deine Beine angenehm wärmt und dir die zusätzliche Energie hilft, noch komfortabler zu stehen. Du kannst nicht kontrollieren, ob jemand Deine Geschichte hören will oder nicht, aber du kannst kontrollieren, wie Du mit dir selber in diesem Prozess umgehst.

Sieh deine Geschichte als eine Art Geschenk, das Du deinem Publikum gibst. Sei dir darüber bewusst, was Du damit erreichen willst und kannst. Die Weltherrschaft ist unrealistisch. Gute Unterhaltung ist möglich, aber vermutlich etwas tief gestapelt. Was also ist Dein Ziel? Was willst Du mit der Rede erreichen?

Und jetzt hau sie um. Frei nach dem Motto:

Ich kam, sah und siegte!

Richtig gute Redner findest Du hier.

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